Eigentum ist out.

Hier eine Liste mit Dingen, die Menschen heute nicht mehr kaufen wollen:

  • Häuser
  • Servietten
  • Alkohol
  • Frühstücksflocken
  • Dosenthunfisch
  • Golfschläger
  • Autos
  • Joghurt
  • Seife
  • Diamanten
  • Weichspüler
  • Handtaschen
  • Hosen
  • Stilettos
  • Tierfutter
  • Mayonnaise

Dieser Wandel im Konsumverhalten ist so schockierend für einige Unternehmen, dass wir heute fast wöchentlich Schlagzeilen lesen, die verkünden: „Millennials töten die (hier kriselnde Industrie einfügen).”

Natürlich sind diese Überschriften so geschrieben, damit sie möglichst viele Klicks generieren, aber es steckt schon ein Quäntchen Wahrheit darin. Neue Technologien und die Sharing Economy haben unser Leben drastisch verändert. DVDs und CDs zu kaufen ist für manche vielleicht noch ein Hobby, aber die meisten Menschen verbringen ihren Feierabend auf Netflix. Und ein Auto oder ein Haus zu besitzen, macht für viele keinen Sinn mehr.

Egal, ob du eine Wohnung für ein Wochenende, ein Auto für einen Tag oder einen E-Scooter für fünf Minuten brauchst – heute bezahlen wir eher für den Zugang zu Dingen, als sie uns gleich zu kaufen.

Zuora ist ein Software-as-a-Service-Unternehmen, das anderen Firmen hilft, zum Subscription-Modell zu wechseln. Es veröffentlichte im Oktober 2019 den „Subscription Economy Index”, der den Wechsel vom Kauf zur Nutzung analysiert.

Heraus kam, dass 70 % der befragten Menschen Subscription-Modelle benutzt. Vor fünf Jahren waren es 50 %. Ein Drittel (34 %) gab außerdem an, dass sie sicher in zwei Jahren noch mehr Subscription-Modelle verwenden werden.

Mit ihrem „End of Ownership”-Fragebogen fand Zuora außerdem heraus, dass von 13.000 Befragten aus 12 Ländern 74 % denken, dass wir in Zukunft weniger Dinge besitzen und mehr Dienstleistungen abonnieren werden. 57 % wünschten sich, weniger Dinge zu besitzen. Das ist einfacher machbar mit Subscription-Modellen.

Rethink things.

Hier eine kurze Liste mit Dingen, die moderne Kunden heute interessiert:

  • Computer
  • Handys und Tablets
  • Wearables
  • Kameras
  • Gaming- und VR-Equipment
  • Home-Entertainment-Systeme
  • Audio- und Musik-Equipment
  • Drohnen
  • E-Mobility-Produkte
  • Smart-Home-Tech

All diese Tech-Gadgets eröffnen uns neue Möglichkeiten für unsere Arbeit, unsere Freizeit und sie können uns helfen, mehr aus unserem Leben zu machen. Uns war schon vor der Gründung von Grover klar, dass es wichtiger ist, Technik nutzen zu können, als sie zu besitzen. Der Wandel von Besitz zu Benutzen scheint offensichtlich: Man muss Dinge nicht besitzen, um sie erleben zu können.

Für viele Industrien, die Millennials „getötet” haben, sind neue Unternehmen entstanden, die diese Bedürfnisse erfüllen – ohne hohe Anschaffungskosten und ohne die Verpflichtungen des Eigentums. Ein Haus zu kaufen, mag ein unerreichbarer Traum sein, aber mit Dienstleistern wie Airbnb war es noch nie einfacher, eine Bleibe zu finden. Die Autoverkäufe gehen weltweit zurück aber mit car2go eines zu mieten, ist eh praktischer. Für Fashion-Fans gibt’s Handtaschen, Stilettos und Diamanten zum Mietpreis bei Bag Borrow or Steal, Rent the Runway und Switch.

Sich von Besitz zu verabschieden und mehr Dinge nur zu nutzen, ist nur der erste Schritt. Das Motto von Grover ist Rethink things, weil es nicht nur um materielle Dinge geht. Rethink things bedeutet auch, bewusster zu konsumieren, uns genau zu überlegen, mit welchen Dingen wir uns umgeben und was mit ihnen passiert, wenn wir sie nicht mehr brauchen.

Es wäre auch zu einfach, sie nur als Dinge zu sehen. Tech-Produkte eröffnen uns neue Möglichkeiten, sind wichtige Werkzeuge für Karriere und Kreativität und vor allem absolut notwendig, um an der modernen Welt teilzuhaben. Am Ende des Tages sind wir nicht nur „Kund*innen” oder „Abonnent*innen”, wir sind alle nur Menschen, die das Beste aus ihrem Leben machen wollen.